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Produktinformationen "Akkordeon Hohner Morino VI M 185 Bass Muesum"
Dieses Instrument ist ein wahrer Koloss der Akkordeon-Geschichte und ein absolutes Traumschiff für Solisten. Die Hohner Morino VI M aus dem Jahr 1963 verkörpert die absolute Königsklasse des Trossinger Akkordeonbaus. Mit einer opulenten Ausstattung von 45 Diskanttasten, 5 Chören, echtem Cassotto, Musette-Stimmung sowie einem Kinnregister und zwei Daumen-Schieberegistern bietet dieses Instrument ein schier unerschöpfliches Klangspektrum.
Besonders macht dieses Modell die Bestückung mit erlesenen, extrem stimmstabilen und ausdrucksstarken Bugari-Stimmplatten sowie das vorgelagerte Melodiebass-System (MIII). Mit imposanten 16 kg Lebendgewicht ist dieses Prachtexemplar ein hochspannendes Zeugnis einer Ära, in der Masse gleichbedeutend mit maximalem Soundvolumen war.
Eigenschaften
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Diskant-Tasten: 45 Tasten (erweiterter Tonumfang: F bis A)
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Chöre (Diskant): 5-chörig (inkl. Musette-Stimmung)
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Cassotto: Ja (2 Chöre im Cassotto)
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Diskant-Register: 11 Register
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Zusatzregister: 1 Kinnregister, 2 Daumen-Schieberegister
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Bässe (Gesamt): 185 Bassknöpfe
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Melodiebass (MIII): Ja (fest vorgelagertes System, kein Convertor)
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Chöre (Bass): 4-chörig
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Bass-Register: 3 Register
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Stimmplattenqualität: Hochwertigste Bugari-Stimmplatten (für herausragende Dynamik und feinste Ansprache)
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Gewicht: ca. 16 kg
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Baujahr: 1963
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Herstellungsland und -region: Deutschland (Trossingen, im Hohner-Stammwerk)
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Bauweise: Massives, akustisch hervorragendes Holzgehäuse
Einst unentbehrlich im Studium – heute eine physische Herausforderung
Für Musikstudenten an den Konservatorien und Musikhochschulen der 1960er- bis 1980er-Jahre war die Morino VI M das unabdingbare Standard-Instrument. Wer klassische Literatur, komplexe Bach-Fugen oder moderne Originalliteratur für Akkordeon studieren wollte, kam an diesem Modell schlichtweg nicht vorbei.
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Das vorgelagerte MIII-System: Im Gegensatz zu modernen Convertor-Akkordeons, bei denen man die Standard-Bassknöpfe mechanisch auf Melodie-Einzeltöne umschaltet, besitzt die Morino VI M ein vorgelagertes System. Hierbei sind die chromatischen Melodiebass-Reihen (MIII) physisch vor den Standardbässen angeordnet. Das System erfordert eine exzellente, weite Handhaltung und enorme Treffsicherheit, bietet dafür aber sofortigen, uneingeschränkten Zugriff auf beide Basswelten ohne Umschaltverzögerung.
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Der Wandel der Zeit – Das Gewichtsproblem: Mit rund 16 kg ist die Morino VI M ein absolutes Schwergewicht. In der heutigen Zeit, in der Ergonomie, Rückenschonung und leichtere Carbon- oder Convertor-Bauweisen im Fokus stehen, gilt dieses Instrument vielen modernen Studenten und Konzertanten schlichtweg als zu schwer. Dennoch bleibt die physische Präsenz dieses Instruments unübertroffen: Das große Holzgehäuse und die schiere Masse sorgen für ein unvergleichliches Resonanzverhalten und ein Bassfundament, das man im wahrsten Sinne des Wortes im ganzen Körper spürt.
Goldene Ära: Made in Germany mit italienischem Innenleben
Die legendäre M-Serie von Hohner gilt unter Kennern als der absolute Höhepunkt des Trossinger Werks. Benannt nach dem genialen Konstrukteur Venanzio Morino, vereint diese Serie deutsche Ingenieurskunst mit italienischem Temperament.
Die Fertigung dieses Instruments fand 1963 noch in echter Handarbeit direkt im Hohner-Stammwerk in Trossingen (Deutschland) statt. Um die akustischen Grenzen des Machbaren zu verschieben, ging Hohner jedoch eine hochkarätige Symbiose ein: Man importierte für die Spitzenmodelle die edelsten Stimmplatten aus dem italienischen Castelfidardo.
Dass in dieser Morino VI M originale Bugari-Stimmplatten verbaut sind, ist ein absoluter Ritterschlag. Die Manufaktur Bugari ist weltbekannt für Stimmplatten von allerhöchster Güte, die sich durch einen extrem geringen Luftverbrauch, eine blitzschnelle Ansprache im Pianissimo und eine enorme Pegelfestigkeit im Fortissimo auszeichnen. Diese Kombination aus deutscher Präzision beim Gehäuse- und Mechanikbau und italienischer Stimmplatten-Vollendung macht dieses Instrument zu einem unschätzbar wertvollen Sammlerstück auf absolutem Konzertsaal-Niveau.
| Bässe: | 185 Bässe, MIII (M3) |
|---|---|
| Gehäuse: | Holzgehäuse |
| Weitere Akk-Merkmale: | Cassotto, Musette, Vorgelagertes MIII |
Eine Traditionsmarke für Akkordeon und Mundharmonika.
Seit 1857
Hauptsitz der Marke ist Trossingen/Baden-Württemberg
| Diskant | 45 Tasten |
| Chöre im Diskant | 5 |
| Register Diskant | 11 |
| Kinnregister | 1 |
| Daumen-Schieberegister | 2 |
| Cassotto | ja (2-Chöre) |
| Musette | ja |
| Bass | 185 Knöpfe |
| Chöre im Bass | 4 |
| MIII (M3) | ja |
| Convertor | nein |
| Register Bass | 3 |
| Gewicht | ca. 16 kg |
| Baujahr | 1963 |
| Bauweise | Holzgehäuse |
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Neuheiten
Die JBL Control 1 Pro ist ein extrem kompakter Breitband-Monitor zur Abhörkontrolle für einen weiten Applikationsbereich, vom Tonstudio über die Video Postproduction bis zum Ü-Wagen und Rundfunkstudio. Für Beschallungs- und Rufanlagen in Restaurants, Hotels und im audiovisuellen Bereich ist die JBL Control 1 Pro ebenfalls die ideale Lösung. Der Hoch- und Tieftontreiber ist bei der JBL Control 1 mit einer Magnet-Abschirmung gesichert, so daß dieser Lautsprecher gefahrlos in direkter Nähe von Video-Monitoren betrieben werden kann, ohne unliebsame Bildstörungen zu verursachen. Das Gehäuse der JBL Control 1 Pro besteht aus hochverdichtetem Polypropylenschaum, der hohe Resonanzarmut ermöglicht. Ein umfangreiches Angebot an optionalem Montagezubehör erlaubt Wandmontage und die exakte Anbringung und Ausrichtung des Monitors. Ein Wandhalter ist in der JBL Control 1 Pro-WH integriert. Der Halter ist mit einem Kugelgelenk ausgestattet, welches in der Wandplatte des Halters eingebaut ist. Somit lässt sich die JBL Control 1 Pro auch ohne optionale Zubehörteile einfach und schnell installieren. Sie ist erhältlich in weiß und schwarz.
Ein seltenes und stilvolles Zeugnis rheinischer Akkordeon-Geschichte Dieses Exponat ist eine absolute Rarität für Liebhaber deutscher Instrumentenhistorie. Mit dem Modell „Señori“ präsentiert sich ein wunderschönes Pianoakkordeon der ehemaligen Edel-Schmiede Cantulia. Das Instrument besticht durch sein typisches, elegantes 1950er-Jahre-Design im weinroten Perloid-Gewand und repräsentiert eine Ära, in der erstklassige Handwerkskunst auf ikonischen Zeitgeist traf. Technische Daten & Ausstattung Instrument: Pianoakkordeon Modell: „Señori“ Hersteller: Cantulia (Siegburg, Deutschland) Bässe: 72 Bässe (perfekte Kompaktklasse für maximale Flexibilität) Diskant: 34 Tasten Stimmung: Reine Oktavstimmung (klarer, kräftiger Ton ohne Schwebung) Stimmplatten-Montage: Mit Spezialkleber direkt auf den Stimmstöcken verklebt (nicht traditionell gewachst) Gehäuse: Robustes Holzgehäuse mit weinrotem Zelluloid-Überzug Register: 3 Diskantregister (große weiße Drücker) Besonderheiten des Modells „Señori“ 1. Die Oktavstimmung (Ohne Tremolo) Im Gegensatz zu vielen Standard-Akkordeons, die auf ein schwebendes Musette-Tremolo setzen, besitzt die „Señori“ eine klassische Oktavstimmung. Hierbei erklingen die Chöre im reinen Oktavabstand zueinander. Das sorgt für einen sehr klaren, definiert-trockenen und tragenden Sound. Dieser schnörkellose Klang ist besonders im Jazz, in der Klassik oder für präzise, rhythmische Balg-Arbeit extrem beliebt. 2. Das unverwechselbare Cantulia-Design Das Modell ist ein designtechnisches Kind der Wirtschaftswunderzeit: Die asymmetrischen, goldfarben hinterlegten Lüftungsschlitze des Diskantverdecks wirken beinahe wie der Kühlergrill eines amerikanischen Straßenkreuzers dieser Ära. Der schwungvolle Schriftzug „Señori“ auf der Bassseite unterstreicht den mediterran-eleganten Anspruch, den Cantulia mit seinen Instrumenten verkörpern wollte. 3. Die unkonventionelle Stimmplatten-Montage Eine markante bauliche Eigenheit dieses Modells liegt im Verborgenen: Cantulia ging bei der Befestigung der Stimmplatten eigene, experimentelle Wege. Die Stimmplatten wurden nicht im traditionellen Wachsverfahren auf den Stimmstöcken montiert. Stattdessen kam ein spezieller Klebstoff zum Einsatz, mit dem die Platten dauerhaft und starr verklebt wurden. Was damals als moderne Produktionsmethode galt, erweist sich heute bei Wartungs- und Stimmarbeiten als immense Herausforderung. Die Geschichte von Cantulia: Aufstieg, Glanz und das jähe Ende Jedes heute noch existierende Cantulia-Akkordeon ist ein endliches, historisches Dokument. Da die Marke vor fast 70 Jahren ausgelöscht wurde, gibt es keinerlei Nachbauten – jedes erhaltene Instrument ist ein echtes Sammlerstück mit einer bewegenden Historie: Die Anfänge in Siegburg (1937): Die Firma wurde 1937 vom gelernten Klavierbauer Walter Kändler in Siegburg (Nordrhein-Westfalen) gegründet. Der Name „Cantulia“ leitet sich vom lateinischen cantare (singen) ab. Kändler wollte Instrumente bauen, die klanglich und qualitativ den etablierten Weltmarken in nichts nachstanden. Der Aufstieg zum Premium-Konkurrenten (1950er-Jahre): Nach dem Zweiten Weltkrieg erlebte Cantulia einen rasanten Aufschwung. In den 1950er-Jahren beschäftigte das Werk in Siegburg zeitweise über 300 Mitarbeiter. Cantulia-Akkordeons waren berühmt für ihre hervorragende Tastatur-Ergonomie, die präzise Ansprache und ein auffallend modernes Design. Sie wurden zu einer ernstzunehmenden Bedrohung für die Vormachtstellung des Branchenriesen Hohner. Das Hohner-Übernahme-Manöver (1957/1958): Um den lästigen und qualitativ hochwertigen Konkurrenten aus dem Rheinland strategisch vom Markt zu nehmen, kaufte Hohner im Jahr 1957 die firma Cantulia auf. Kurz nach der Übernahme folgte das jähe Ende: Bereits zum 31. Dezember 1958 ließ Hohner die Produktion in Siegburg komplett einstellen und schloss das Werk endgültig. 🛠️ Der Blick des Fachmanns: Konstruktions-Fluch und Sammler-Segen Auf dem heutigen Gebrauchtmarkt nimmt Cantulia eine absolute Sonderrolle ein. Wer den runden, typisch holzigen Sound und das unverwechselbare 50er-Schnitt-Design sucht, kommt an einer Cantulia nicht vorbei. Aus technischer Sicht birgt das Innenleben dieser Instrumente jedoch eine berüchtigte Problemstelle, die für Handzuginstrumentenmacher bis heute ein absoluter Dorn im Auge ist: Der Kleber-Albtraum: Weil die Stimmplatten mit einem Spezialkleber starr verklebt wurden, altert das Material extrem schlecht. Der Klebstoff lässt sich heute nur unter größtem mechanischen und chemischen Aufwand materialschonend von den hölzernen Stimmstöcken entfernen. Erschwerte Servicearbeiten: Das macht anfallende Stimmarbeiten oder eine komplette Neubelegung der Ventile zu einer extrem zeitaufwendigen und damit teuren Geduldsprobe für jeden Restaurator. Das Urteil zur Langlebigkeit: Trotz der enormen Marktmacht zur Glanzzeit der Firma zeigt sich aus heutiger Sicht: Die technische Konstruktion von Cantulia war langfristig nicht so robust und wartungsfreundlich konzipiert wie die vergleichbarer Konkurrenzmodelle dieser Epoche. Dennoch bleibt die „Señori“ ein faszinierendes, wenn auch im Service anspruchsvolles Zeugnis einer untergegangenen deutschen Industriegeschichte.