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Akkordeon Paolo Soprani Musette Saxophonklappen gebraucht
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Produktinformationen "Akkordeon Paolo Soprani Musette Saxophonklappen gebraucht"
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Exponat-Archiv: Paolo Soprani „Musette“ mit Saxophonklappen-Verdeck
Ein klangliches Meisterwerk und ein Stück lebendige Akkordeongeschichte
Dieses Exponat stammt aus dem Hause Paolo Soprani – der ältesten und prestigeträchtigsten Akkordeonmanufaktur der Welt aus Castelfidardo, Italien. Die Marke ist ein weltweites Synonym für handwerkliche Perfektion und wurde aufgrund ihrer enormen Bedeutung für die Musikgeschichte offiziell in das italienische „Sonderregister historischer Marken von nationalem Interesse“ aufgenommen.
Das vorliegende Modell „Musette“ besticht durch seine edle Verarbeitung und eine seltene, hochwirksame akustische Besonderheit auf der Diskantseite.
Das Saxophonklappen-Verdeck: Ganzheitliche akustische Dämpfung
Das markanteste optische und technische Merkmal dieses Instruments ist das außergewöhnliche Verdeck mit integrierten Saxophonklappen. Im Gegensatz zu anderen Konstruktionen dient dieses Klappenverdeck hier nicht der Schallumleitung, sondern einer ganzheitlichen, akustischen Dämpfung des gesamten Diskants:
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Der Effekt: Durch das Schließen der Klappen wird der Klang über alle Chöre und Register hinweg gleichmäßig gedämpft und abgerundet.
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Das Klangbild: Das Instrument verliert seine scharfen Spitzen und wechselt zu einem wunderbar warmen, weichen und edlen Charakter. Dieser Klangeindruck kommt dem eines echten Cassottos verblüffend nahe – mit dem Unterschied, dass er sich über die gesamte Tangerung (Tastatur) und nicht nur auf einzelne Chöre auswirkt.
Der unverkennbare Musette-Sound
Das Instrument ist mit einem echten Doppeltremolo ausgestattet: Drei im 8'-Fußton gehaltene Chöre sind bewusst gegeneinander verstimmt, um den typisch schwebenden Klangcharakter zu erzeugen.
Historische Besonderheit der Stimmung: Früher wurde bei diesen Modellen ab Werk oft ein sehr kräftiges, ausgeprägtes Tremolo gestimmt. Diese weite Schwebung war damals extrem populär und liefert genau jenen charakteristischen, „nassen“ Sound, der so perfekt zur traditionellen französischen Musette-Musik, zum Chanson oder zum Folk passt.
Das Saxophon-Verdeck fungiert hierbei als rein akustischer Filter: Bei geöffnetem Verdeck kommt die volle, spritzige Kraft dieses starken Tremolos zum Vorschein. Wird das Verdeck geschlossen, nimmt die ganzheitliche Dämpfung dem Sound die scharfen Spitzen – das Tremolo klingt dadurch sofort runder, weicher und angenehm melancholisch.
Der Blick des Fachmanns: Qualität und Markt heute
Während diese Musette-Modelle mit Saxophonklappen in früheren Jahrzehnten auch in Deutschland extrem populär waren, hat sich der Geschmack auf dem hiesigen Markt gewandelt. Das Modell steht heute nicht mehr so stark im Rampenlicht wie andere Fabrikate – und das völlig zu Unrecht. Die Verarbeitung des Gehäuses und der Mechanik ist erstklassig, extrem solide und auf maximale Langlebigkeit ausgelegt.
Aus technischer Sicht wurden ab Werk zwar nicht immer die allerbesten High-End-Stimmplatten verbaut, was der Spielfreude jedoch keinen Abbruch tut: Das Instrument überzeugt durch seine robuste Alltagstauglichkeit und ist ein wunderbares Beispiel für langlebigen, italienischen Qualitätsbau.
Die Geschichte hinter dem Mythos: Wie Paolo Soprani eine Industrie erschuf
Die Entstehung der Marke Paolo Soprani im Jahr 1863 liest sich wie eine Legende, legte jedoch den realen Grundstein für die weltweite Akkordeonindustrie in Castelfidardo (Italien):
Die Geburtsstunde im Jahr 1863 Ein österreichischer Pilger befand sich auf dem Rückweg vom Heiligtum in Loreto und suchte für eine Nacht Unterschlupf auf dem Bauernhof der Familie Soprani nahe Castelfidardo. Zum Dank für die Gastfreundschaft setzte er sich ans Kaminfeuer und spielte auf einer seltsamen, hölzernen Musikbox – einer Kopie des 1829 in Wien von Cyrill Demian patentierten „Accordeons“.
Der junge Paolo Soprani war fasziniert. Die Legende besagt, dass er nachts heimlich die Box des schlafenden Pilgers bis ins kleinste Detail studierte, um ihre Geheimnisse zu entschlüsseln.
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Vom Heimbetrieb zur Weltmarke: Bereits 1864 eröffnete Paolo mit seinen Brüdern eine winzige Werkstatt im eigenen Haus. Die ersten Instrumente (damals „Armoniche“ genannt) verkaufte er selbst auf den Märkten und an Pilger im nahegelegenen Loreto. Das Instrument schlug ein: Bauern tanzten zur Volksmusik, und die Nachfrage explodierte.
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Der globale Siegeszug: Um 1872 zog die Fabrik ins Zentrum von Castelfidardo. Um die Jahrhundertwende exportierte Soprani, mittlerweile ein Betrieb mit rund 400 Mitarbeitern, in die ganze Welt – insbesondere in die USA, wo das Instrument den italienischen Auswanderern half, ihr Heimweh zu lindern. Im Jahr 1900 feierte das Unternehmen einen triumphalen Erfolg auf der Weltausstellung in Paris. Paolo Soprani verstarb schließlich im Jahr 1918 im Alter von 73 Jahren.
Die Rettung der Marke: Das Erbe der Familie Breccia
Wenn man heute ein neues Instrument von Paolo Soprani kauft, blickt man auf eine besondere Rettungsgeschichte. Oft wird vermutet, dass die heutigen Inhaber direkt mit der Soprani-Familie verwandt sind – doch historische Dokumente und Firmenchroniken aus Castelfidardo zeigen, dass diese Verbindung rein professioneller und geschäftlicher Natur ist:
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Die Wurzeln in den Soprani-Werkstätten: Die Familie Breccia war ursprünglich über die Arbeit mit den Sopranis verbunden. Alessandro und Remo Breccia (die Großonkel des heutigen Inhabers Giansandro Breccia) arbeiteten Mitte des 20. Jahrhunderts über Jahre hinweg als hochspezialisierte Techniker in den berühmten Fabriken von Paolo und Settimio Soprani.
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Die Kunst des Stimmzungenbaus: Giansandro Breccia selbst ist der Sohn von Romolo Breccia. Dessen Brüder gründeten 1946 nach ihren Lehrjahren bei Soprani die Firma Salpa zur Herstellung von Stimmzungen (Voci armoniche). Giansandro wuchs somit in einer traditionsreichen Familie von Stimmzungenbauern auf und atmete den Instrumentenbau von Kindesbeinen an ein.
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Die Gründung von PASCO: Als das ursprüngliche Familienunternehmen Paolo Soprani schließlich erlosch, drohte der legendäre Name zu verschwinden. Im Jahr 1995 gründete Giansandro Breccia zusammen mit Mario Moreschi (dem Enkel des Gründers der traditionsreichen Moreschi-Akkordeons) die Firma Pasco Italia SRL. Diese übernahm die Namens- und Markenrechte von Paolo Soprani.
Es besteht also keine verwandtschaftliche Blutlinie zwischen den heutigen Besitzern und den Sopranis. Stattdessen schließt sich hier ein perfekter historischer Kreis: Giansandros Vorfahren lernten ihr Handwerk einst in den Werkstätten von Paolo Soprani – und Jahrzehnte später war es eben diese Familie Breccia, die den berühmtesten Markennamen Castelfidados vor dem Vergessen bewahrte und ihn unter dem Motto „Innovation durch Tradition“ erfolgreich in die Moderne führte.
| Chöre Diskant | 4 |
| Chöre Bass | 5 |
| Musette | ja |
| Register Diskant | 9 |
| Register Bass | 2 |
| Tasten | 41 |
| Bässe | 120 |
| Gewicht (ohne Riemen) | 11,8 kg |
Gebrauchte Instrumente haben immer Gebrauchsspuren, wie Kratzer, Dellen oder Korrosion, sind in der Regel verstimmt und haben veraltetes Wachs (spröde und rissig)
Deshalb übernehmen wir keine Gewähr auf versteckte Mängel bei unreparierten und gebrauchten Instrumenten, die älter als 10 Jahre sind.
Fragen Sie bitte vor den Kauf lieber noch einmal nach, am besten schriftlich, gerne auch mit Wunsch auf Rückruf, wir rufen bei Gelegenheit gerne zurück.
| Bässe: | 120 Bässe |
|---|---|
| Chöre: | 4 Chöre |
| Diskant (Tasten/Knöpfe): | 41 Tasten |
| Diskant-Register: | 9 |
| Farbe: | schwarz |
| Gehäuse: | Holzgehäuse |
| Herstellungsland und -region: | Italien |
| Weitere Akk-Merkmale: | Musette, Saxophonklappen-Verdeck |
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| Chöre Diskant | 4 |
| Chöre Bass | 5 |
| Musette | ja |
| Register Diskant | 9 |
| Register Bass | 2 |
| Tasten | 41 |
| Bässe | 120 |
| Gewicht (ohne Riemen) | 11,8 kg |
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